Ein kleiner Geniestreich ... hervorragend geschrieben.
— Österreichischer Rundfunk
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Inhalt

Paris. Louvre. Rätselhaft und befremdlich wirkt das prächtige Ölgemälde auf den Betrachter. Zwei Edeldamen stehen nackt in einer Wanne. Die Dame zur Linken hält mit spitzen Fingern die Brustspitze der Dame zur Rechten umfaßt... 

Über Jahrhunderte hat dieses Gemälde des Louvre sein Geheimnis bewahrt. Kaum etwas ist bis heute darüber bekannt: ungewiß die Zeit seiner Entstehung, unbekannt auch der Maler. Als einzig gesichert gilt, daß es sich bei der Dame zur Rechten um Gabrielle d´Estrées handelt, die Geliebte Heinrichs IV. von Frankreich, der sie heiraten wollte. Doch wenige Tage vor Hochzeit starb sie plötzlich, schwanger und unter bis heute ungeklärten Umständen, und machte den Weg frei für eine politisch erwünschtere Eheschließung zwischen Heinrich IV. und Maria de Medici... 

Wurde Gabrielle ermordet? Enthält das Gemälde eine geheime Botschaft über ihren plötzlichen Tod? Eine Botschaft, so gefährlich, daß nur ein Maler in der Geheimsprache der Kunst davon zu erzählen wagte?

Eine fesselnde Detektivgeschichte aus der Welt der Kunst.
— Siegener Zeitung

Hintergrund und Entstehung

Ein kunsthistorischer Kriminalfall

Im Oktober 1986 hielt ich mich für einen Monat in Paris auf, um meine Französischkenntnisse aufzubessern. Bei einem sonntäglichen Louvre-Besuch stand ich plötzlich vor dem seltsamen Gemälde der beiden Edeldamen im Bade. Verwundert und ein wenig befremdet durch das eigenartige Motiv, versuchte ich in den darauf folgenden Tagen und Wochen eine Erklärung für die mir völlig unverständliche Darstellung zu finden. Aber in den kunsthistorischen Nachschlagewerken, die ich hierzu konsultierte, stieß ich lediglich auf jene Art Eintragung, die vornehm kaschiert, daß man eigentlich überhaupt nichts Genaues weiß. Selbst der Titel des Gemäldes warf im Grunde nur Fragen auf: Gabrielle d´Estrées und eine ihrer Schwestern. Schule von Fontainebleau. Um 1600.

Ein anonymer Maler. Schwestern, die sich an die Brüste fassen? Datierung ungewiß. Eigenartig, dachte ich. Der Keim war gelegt. Aber das wusste ich damals noch nicht. Ich setzte mein Studium der Literaturwissenschaft in Berlin fort, ging im Jahr darauf mit einem Stipendium für ein Jahr in die USA, kehrte wieder nach Berlin zurück, um mein Studium abzuschließen - doch wo ich mich auch aufhielt, stets hing eine postkartengroße Reproduktion dieses Gemäldes über meinem Schreibtisch. Wann immer ich etwas Zeit erübrigen konnte, stöberte ich in Bibliotheken und Archiven herum und versuchte herauszufinden, was es wohl mit diesem verstörenden Gemälde auf sich hatte. Die wenigen in Deutschland verfügbaren Quellen hatte ich bald erschöpft, und für ein ernsthaftes Quellenstudium würde ich wohl nach Frankreich fahren müssen. Ich beendete mein Studium, legte die damals noch geplante Doktorarbeit auf Eis und zog für unbestimmte Zeit nach Paris. Den Sinn dieses Bildes zu entschlüsseln war mittlerweile schon etwas mehr als nur eine fixe Idee. Ich musste unbedingt dieses Geheimnis lösen, und ich würde ein Buch darüber schreiben... 

(Die komplette Entstehungsgeschichte des Romans findet sich im Nachwort)

Deutsche und Internationale Ausgaben:

  • HC: Weitbrecht 1996 
  • HC: Heyne 1999 
  • SA: Schneekluth 2002 
  • HC: Verlagsgruppe Weltbild 2002 
  • TB: Knaur 2003 
  • Limitierte Autorenedition im Schmuckschuber: HC Droemer 2007 
  • Übersetzungen: Frankreich (Editions J.C. Lattès), Italien (Longanesi), Russland (AST Publishers), Spanien (Roca Editorial de Libros, S.L.), Tschechien (Alpress s.r.o.), Korea (Human & Books), Portugal (Difel), Niederlande (Unieboek), Polen (Wydawnictwo Ksiazkowe Twoj Style), Lettland (Zvaigzne ABC Publishers Ltd.)